Bedeutung
[2] Zurücklegen eines (bestimmten) Weges
[3] Erledigung einer bestimmten Besorgung, für die ein Weg zurückgelegt werden muss
[6] süddeutsch, schweizerisch, österreichisch: Hausflur
[7] norddeutsch: enge Gasse
[8] beständiges Laufen, Betrieb einer Maschine oder eines Apparates
[9] Ablauf oder Verlauf einer Handlung
[10] Technik: Schaltstufe eines Getriebes
[11] Gastronomie: einzelnes Gericht einer Speisenfolge
[12] Abschnitt eines mehrteiligen Duells oder Zweikampfes
[13] Anatomie: Verbindung zwischen Organen
[14] Geologie: Füllung einer Spalte innerhalb eines Gesteinskörpers
Beispiele
[1] Läufer haben einen schnellen Gang.
[1] „Wie schon beim für den Homo sapiens entwicklungsgeschichtlich bedeutsamen Fortschritt des aufrechten Gangs ist beim Erklettern hoher Bäume und Felsen der Abstand zum Erdboden selbst schon eine Errungenschaft.“
[1] Das Pferd wechselte den Gang, es galoppierte.
[2] Das Auto sprang nicht an; es war ein langer Gang nach Hause.
[2] „Schon an einem der nächsten Nachmittage entschloß sich Robert zu einem Gang durch die Stadt.“
[3] „Der Gang aufs Land“. Gedicht von Hölderlin.
[4] Hinter der Tür erstreckte sich ein dunkler Gang.
[4] „Er geht langsam durch den Gang und läßt den Blick in alle Ecken laufen.“
[4] „Am Ende dieses Ganges aber traf er einen Kammerdiener, der ihn, nach vorgängiger Meldung, in das Arbeitskabinett des Königs führte.“
[4] „Die Zizenhausener Heidenlöcher bestehen aus einem engen Gang, der in einen Raum mündet, von dem aus ein breiterer Gang wieder ins Freie führt – von diesem Gang wiederum gehen zwei Seitenkammern ab.“
[5] Mit ihren ungewohnt hohen Absätzen stolperte die Braut den Gang entlang.
[5] Bis Kassel mussten wir auf dem Gang stehen, dann wurden endlich zwei Sitzplätze frei.
[5] „Auf der anderen Seite des Gangs saß eine Frau mit groben Gesichtszügen und einem dicken Pickel am Kinn.“
[6] Du kannst deinen Mantel am (auf dem) Gang aufhängen.
[7] Sie wohnten in einem dunklen Gang nahe dem Großneumarkt.
[7] Zwischen Kornträgergang und Stadthausbrücke querte früher noch der Lange Gang die Wexstraße.
[8] Diese Maschine ist gut in Gang.
[9] Der Gang des Films war verworren.
[9] Es nahm alles seinen geordneten Gang.
[9] „Das Hotel war hell erleuchtet und voller Lärm; es wimmelte von Offizieren, Frauen von Armeeangehörigen, weiblichen Armeeangehörigen; zwischen Bar und Empfangshalle war eine laute Party in vollem Gang, und im Speisesaal spielte eine Band.“
[10] Der Rennfahrer schaltet vor der Kurve in den dritten Gang.
[10] „Er legte den ersten Gang ein, schaute kurz in den Seitenspiegel und gab Vollgas.“
[10] „Wir waren auf die Autobahn aufgefahren, er beschleunigte und schaltete in den fünften Gang.“
[11] Nach dem Hors-d'œuvre folgte als nächster Gang die Suppe.
[11] „Die Frau Präzeptorin hatte nämlich über die vereinbarten Gänge hinaus auch noch für ein Extra Sorge getragen, für eine Kerbelsuppe, hinsichtlich deren ihr Haushalt ein Renommee hatte.“
[12] Der Student erlitt im dritten Gang der Mensur eine Schnittverletzung.
[13] Er ist jedoch durch einen dünnen Gang (Ductus reuniens) mit dem Sacculus […] verbunden
[14] Kleinere Gänge, die nur wenig durchhalten und nur eine geringe Dicke (Mächtigkeit) aufweisen, werden zuweilen als Adern bezeichnet.
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Gang | die Gänge |
| Genitiv | des Gangs des Ganges | der Gänge |
| Dativ | dem Gang dem Gange | den Gängen |
| Akkusativ | den Gang | die Gänge |
Bedeutung
[1] eine kriminelle Vereinigung
[2] Gruppe von Hafenarbeitern
Beispiele
[1] Die Gang brach nachts ins Haus ein.
[1] „Die Gang verstellte dem Fotografen den Weg und stellte ihm die Frage, was er denn hier mache.“
[2] Die Gang hat die Aufgabe bereits erledigt.
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Gang | die Gangs |
| Genitiv | der Gang | der Gangs |
| Dativ | der Gang | den Gangs |
| Akkusativ | die Gang | die Gangs |
Aussprache
Im Kontext
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