Bedeutung
[1] leicht verständliches, häufig bebildertes Kinderbuch zum Lesenlernen
[2] aus [1] übertragen: Bezeichnung für ein Lehrbuch, Nachschlagewerk, Handbuch zu einem bestimmtem Thema
[3] verzierte Kleiderspange zum Zusammenhalten eines Gewandes
Beispiele
[1] Ich kann dir diese Fibel empfehlen. Unsere Tochter hat damit sehr schnell lesen gelernt.
[2] In allgemeinem Sprachgebrauch wird der Begriff Fibel heute auch zum Synonym für ein mehr oder weniger umfassendes Sachbuch, Ratgeberbuch, Nachschlagewerk, Handbuch, Fachbuch, Kompendium oder gar Lexikon.
[2] Im ganzen liest sich seine "Verteidigung des Individualismus" wie eine Fibel des demokratischen Republikanismus, der, soweit es die Ökonomie erlaubt, auch vor den sozialen Härten zu schützen hat.
[2] „An die Stelle der deutschen Rhetorik und des Formularbuchs trat nun der Katechismus: aus dem ABC-Buch wurde durch Aufnahme von biblischen Lesestücken die Fibel.“
[2] „Vorne auf der Fibel waren ein Mädchen und ein Junge, die mit Ranzen auf zur Schule gingen.“
[3] Eine mittelalterliche Fibel erinnert an eine heutige Sicherheitsnadel.
[3] Bis ins hohe Mittelalter hinein waren Fibeln in Mitteleuropa die einzigen Kleidungsverschlüsse und kamen erst mit Aufkommen des Knopfes aus der Mode.
[3] „Die bei den Kelten beliebten Fibeln wurden durch das Ziehen von Draht hergestellt.“
[3] „Die Fibeln wurden sowohl als Sicherheitsnadel benutzt als auch als Schmuckstück getragen.“
[3] „Aus Gold waren ein Halsring, zwei Armringe und mehrere Fingerringe, dazu kamen Fibeln aus Gold und Perlen aus Glas und Bernstein, ein Bernsteinstab und ein Eisenmesser.“
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Fibel | die Fibeln |
| Genitiv | der Fibel | der Fibeln |
| Dativ | der Fibel | den Fibeln |
| Akkusativ | die Fibel | die Fibeln |
Aussprache
Im Kontext
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