Bedeutung
[2] ursprünglich, je nach der Schöpfungslehre der Dichter unter anderem: Urzustand vor Entstehung der Erde, unförmlicher Klumpen der ungeordneten Elemente, ungeordneter Urstoff, unermessliche Leere, leerer Raum, die Unermesslichkeit des großen Raumes
[3] Mathematik, Physik: ein Zustand nichtlinearer, dynamischer Systeme, Gegenstand der Chaosforschung
[4] Einsatzlehre: Chaosphase bei Einsatzlagen aufgrund einer fehlenden Führungsstruktur oder eines fehlenden Lagebildes
[5] Managementlehre: Begriff bei der Betrachtung des Übergangs von Gleichgewicht in Ungleichgewicht
Beispiele
[1] „Es war da ein Gefühl oder, richtiger gesagt, ein ganzes Chaos von Gefühlen, in dem ich mich naturgemäß verirren mußte.“
[1] „Die spottlustigen Polen - an Chaos gewöhnt - machten sich lustig darüber, wie schwierig es gewesen sei, stets die richtige Flagge aufzuziehen und nicht zu vergessen, die des anderen Staatsgastes wieder einzuholen.“
[1] „Als wir fünf Jahre nach der Katastrophe durch New Orleans spazieren, ist das größte Chaos beseitigt.“
[1] „So scheint auch hinter den Kulissen des Weißen Hauses das proklamierte Chaos eingezogen zu sein.“
[1, 3–5] „Wenn wir genau hinsehen, finden wir überall um uns herum Chaos.“
[2] „Was ist Chaos? Es ist jene Ordnung die man bei der Erschaffung der Welt zerstört hat.“
[2] „Es ist das Chaos. Daß mit diesem Worte nichts anderes als gerade dieser Raum gemeint ist, zeigt sich darin, daß in den nachfolgenden Versen Hesiods (v. 12 3 ff.) aus dem Chaos Nacht und Tag entstehen.“
[4] „Das Chaos hat eben auch seine Vorzüge.“
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Chaos | — |
| Genitiv | des Chaos | — |
| Dativ | dem Chaos | — |
| Akkusativ | das Chaos | — |
Aussprache
Im Kontext
Die Wörterbuchdaten enthalten Inhalte aus dem Wiktionary. Wiktionary