Bedeutung
[1] Unsicherheit oder Zögern einer Sache gegenüber
[2] mangelnde Fähigkeit, ein objektives und unabhängiges Urteil zu bilden, insbesondere aufgrund einer persönlichen Verwicklung
Beispiele
[1] Als Anna vorgestellt wurde, wich ihre Befangenheit schnell dem Interesse an ihren neuen Klassenkameraden.
[1] „Er geht wie im Traum weiter, dann aber schüttelt er die Befangenheit ab, als neben ihm, hoch oben auf den Stadtbahnbögen, eine S-Bahn vorüberrasselt.“
[1] „Als Thomas seine anfängliche Befangenhet abgelegt hatte, war er bereit, bei diesem Spiel mitzuwirken, das ihn zeitweise an absurdes Theater erinnerte.“
[1] „Die Tanzenden hatten sich ein für allemal gesagt, sie seien eben maskiert und niemand könne sie erkennen, und darum waren sie auch von jeglicher Befangenheit frei.“
[1] „Vielleicht erklärte sich die Befangenheit auch daher, daß er irgendwelche Aufgaben zu versäumen glaubte, die seiner im Archiv warteten.“
[2] Der Staatsanwalt unterstellt dem Richter Befangenheit, weil er ein Stammtischbruder des Angeklagten sei.
[2] „Das Wesen der Befangenheit besteht in der Hemmung einer unparteiischen Entschließung durch unsachliche psychologische Motive.“
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Befangenheit | — |
| Genitiv | der Befangenheit | — |
| Dativ | der Befangenheit | — |
| Akkusativ | die Befangenheit | — |
Aussprache
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