Bedeutung
[1] Verslehre: abschließender Strophenteil
[2] gehoben: ein Kommentar, eine Gedenkrede – meist lobend – über etwas, das bald untergehen wird
[3] ein letztes Werk, insbesondere eines Dichters oder Komponisten
Beispiele
[1] Die Strophe besteht aus zwei Teilen: Aufgesang und Abgesang.
[2] „Und da häufig Ankündigung mit tatsächlicher Politik verwechselt wird, findet regelmäßig ein Abgesang auf die FDP statt: Sie habe sich schlicht überflüssig gemacht, weil ja die anderen Parteien ihr liberales Profil schärfen.“
[2] „Forsters Rede vor dem Konvent klingt angesichts des drohenden Bombenregens aus den kaiserlichen Geschützen fast schon wie ein trotziger Abgesang.“
[2] „Nur wenige Stunden vor dem feierlichen Abgesang auf die Ära Koch in der hessischen Landespolitik hatte sein designierter Nachfolger, Noch-Innenminister Volker Bouffier, seine künftige Regierungsmannschaft vorgestellt.“
[2] „Einen weiteren historischen Friedhof haben wir uns als Abgesang auf unsere Spaziergänge noch vorbehalten: den Eliasfriedhof.“
[3] Sein neustes Buch liest sich wie ein Abgesang, als wolle er danach nicht mehr schreiben.
Deklination
| 1 | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Abgesang | die Abgesänge |
| Genitiv | des Abgesangs des Abgesanges | der Abgesänge |
| Dativ | dem Abgesang dem Abgesange | den Abgesängen |
| Akkusativ | den Abgesang | die Abgesänge |
Aussprache
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